In der Stuttgarter Karosseriebaufirma Baur fand BMW nach dem Krieg endlich ein einen Hersteller für die Karosserien des neuen BMW 501 Serie I.


Neben den 1.870 Limousinenkarosserien entstanden zahlreiche zweitürige Coupés und Cabriolets, aber auch Viertüren-Cabriolets. Als Basis dienten sowohl die Sechszylinder- als auch die Achtzylindermodelle des damaligen BMW-Verkaufsprogrammes. Zeitweilig wurden die Baur- Sonderkarosserien auch im offiziellen Verkaufsprogramm von BMW geführt. Wie bei allen Sonderanfertigungen gleichen sich auch alle Baur-Fahrzeuge nicht bis ins Detail; oft galt es auch Kundenwünsche zu berücksichtigen.



Eines der wenigen erhaltenen 502-4-Türer-Cabriolets.

Weiterhin finden sich in technischer Hinsicht zahlreiche Unterscheidungsmerkmale. Es gab z.B. zwei verschiedene Abstände zwischen Kofferhaube und Verdeckunterkante bei den zweitürigen Cabriolets. Einige Modelle wurden werksseitig mit kleinen Blinkleuchten ausgerüstet, welche in der späteren Position der Nebelleuchten angeordnet waren. Bei diesen Modellen dienten die Lampen auf dem Kotflügel lediglich als Begrenzungsleuchten, ebenso wie bei den ersten 501-Modellen (Serie I, A/B).


Ferner entstanden auch einige Roadster, was ja nichts anderes bedeutet, als das Verdeck voll versenkbar, aber von innen nicht gepolstert ist. Das Blecharmaturenbrett der 501-Typen wurde bei wenigen Fahrzeugen mit Leder bezogen. So entstanden in den Jahren 1954/55 ca. 230 V8-Coupés und Cabriolets, miteingerechnet die 50 viertürigen Cabriolets. Weiter wurden 8 Stück 501 A und 37 Stück 501/6 Coupés und Cabriolets in zweitüriger Ausführung gefertigt.