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Traum, Märchen, Betrügereien oder Alptraum

Folgendes Inserat wurde mir zugespielt:

inserat

Dies kann ja nicht sein, für Euro 8500.—einen BMW 507 zu kaufen gibt’s wirklich nur im Traum, also kann da etwas nicht stimmen. Dies wollte ich herausfinden und schrieb auf das Inserat ohne jede Hoffnung auf eine Antwort.

Ich schrieb dem Inserenten, dass ich das Fahrzeug nächste Woche in Italien bei Ihm für Euro 8500.— wie in der Anzeige ausgeschrieben abholen komme und Bar bezahle.

Am folgendem Tag hatte ich mit erstaunen ein E-Mail in meinem Postfach. Der „angebliche Besitzer“ hat zurück geschrieben!

Leider sei er umgezogen, er sei gebürtiger Spanier und habe familiäre und finanzielle Probleme, deshalb verkaufe er das Fahrzeug für nur 8500.— Euro. Das Fahrzeug stehe jetzt in Sevilla (Spanien). Wenn ich immer noch Interesse habe, soll ich ihm schreiben, denn er benötigt dringend Geld. Dazu hat er mir noch weitere Fotos gesandt.

Sevilla (E) kein Problem, es sind zwar 2000 Km von meinem Wohnsitz, aber für diesen Preis und diesen Zustand, fahre ich auch nach Spanien. Also zeigte ich immer noch Interesse.

Ich antwortete auf das Mail und verlangte die Adresse und einen Termin, damit ich das Fahrzeug in Spanien abholen kann.

Darauf erhielt ich erneut eine Antwort, mit dem tollen Angebot, dass er mir den BMW 507, durch eine Spedition für nur Euro 280.— zu mir in die Schweiz liefert.

Toll das ist aber ein tolles Angebot, schrieb ich zurück. Bis wann ich denn mit dem Auto rechnen könne? Auch eine Kopie vom Fahrzeugausweis verlangte ich und wieder seine Adresse und Telefonnummer, wo ich ihn erreichen kann. Sobald das Auto bei mir ist werde ich dem Überbringer die Euro 8500.— und den Transport von Euro 280.—in Bar bezahlen.

Prompt hatte ich am nächsten Tag seine Telefonnummer per Mail erhalten, ich könne jederzeit anrufen. Die Spedition benötige noch meine Adresse. Er bezahle der Spedition den Transport damit diese das Fahrzeug liefern.

Die Spedition würde mir dann einen Vertrag senden. Ich müsste dann nur 20% vom Verkaufspreis und Euro 580.— für die Zulassung der Spedition überweisen. Die Spedition werde alle nötigen Papier und Zulassung des Fahrzeuges regeln. Das Geld bleibe bei der Spedition bis die Transaktion abgeschlossen ist. Dies als Sicherheit für mich und ihn damit niemand ein Risiko eingeht.

Danach würde mir das Fahrzeug innert 4 – 5 Tagen geliefert. Ich könne dann das Fahrzeug genau anschauen und wenn es nicht meinen Vorstellungen entspricht dem Transporteur wieder zurück geben. Dabei muss ich nur den Transport von Euro 280.— bezahlen. Auch 1 Jahr Garantie bekomme ich und das Fahrzeug wird vor dem Transport noch einmal gründlich geprüft.

Na was für ein tolles Angebot, dies gibt’s bei uns in der Schweiz auf dem ganzen Gebrauchtwagenmarkt nicht.

So jetzt mache ich ihm ein Angebot und schrieb:
Ich habe es mir überlegt, damit er das Geld sofort bekomme, werde ich einer Vertrauensperson von mir, welcher in Spanien wohnt das Geld senden. Dieser wird dann für mich das Fahrzeug bei Ihm abholen und Bar bezahlen. Ob das Fahrzeug fahrbar ist oder ob man es aufladen muss wollte ich noch wissen. Damit ich aber das Fahrzeug versichern kann benötige ich eine Ausweiskopie vom Fahrzeug. Zugleich möchte ich ein aktuelles Foto vom Fahrzeug worauf das Datum einer aktuellen Tageszeitung sichtbar ist. Auch seinen Namen und Adresse habe ich wieder verlangt.

Denn in der Zwischenzeit habe ich die Fotos im Internet gefunden, von welcher Webseite die im Inserat abgebildeten und mir zugestellten Fotos stammen. Das Fahrzeug war einmal in den USA zum Verkauf Angeboten worden und wurde verkauft. Dank Googles Street View sieht man, unter der Adresse vom Verkäufer in den USA, die Mauern, welche auf den Fotos vom Gebäude im Hintergrund sichtbar sind. Den Verkäufer in den USA habe ich angeschrieben und gefragt ob er dieses Fahrzeug verkauft hat und ob es möglich ist, dass dieses wieder in Europa ist: Seine Antwort: Das Fahrzeug habe er verkauft und es sei seines Wissens nach, noch in den USA.

Als Antwort auf meinen Vorschlag bekam ich wieder eine E-Mail. Dies geht nicht, da er mit der Spedition eine Abmachung hat und ich soll ihm jetzt doch meine Adresse senden, damit mir die Unterlagen senden kann.

Da ich immer noch an so einem Schnäppchen J interessiert bin schreibe ich zurück.

Sobald ich die gewünschten Fotos und seine Adresse habe werde ich Ihm seine gewünschten Informationen senden, damit der Kauf über die Bühne gehen kann.

Auf diese Mail erhielt ich eine Adresse und noch mehr Fotos ab der Webseite, die ich alle schon gesehen habe.

Nach einer Woche Pause mit schreiben nehme ich einen weiteren Anlauf und schrieb:

Ich warte immer noch auf die Kopie des Fahrzeugausweises und aktuellen Fotos mit Tageszeitung wo man das Datum erkennt.

1 Tag später habe ich per Mail eine Ausweiskopie vom Fahrzeug und eine Kopie des Personalausweises vom Verkäufer erhalten. Aktuelles Foto vom Fahrzeug fehlt immer noch.

 

Melara Nunez Alejandro

Melara Nunez Alejandro Wer kennt diese Person? Melara Nunez Alejandro Wer kennt diese Person?

Wolfgang Niefanger hat beim letzten bekannten Besitzer nachgefragt. Dieser hat bestätigt, dass das Fahrzeug vor Jahren verkauft wurde.^
In den USA nochmals nachgefragt ergab, dass das Fahrzeug damals für 675000 Dollar verkauft wurde und heute einen Wert von 850000 Dollar hat.

So jetzt locke ich den Gauner aus seinem Versteck!

Ich fragte nochmals nach den aktuellen Fotos und habe ihm den Link von der Webseite in den USA gesandt.
http://www.fantasyjunction.com/cars/429-BMW-507%20Roadster-V8

Postwendend kam die Antwort, dass er ein gleiches Fahrzeug habe und die Fotos vom Internet genommen habe.

Auch ich schrieb postwendend zurück: Wieso dann falsche Fotos mit der gleichen Fahrgestellnummer wie das Fahrzeug in den USA? Wo sind die aktuellen Fotos?

Ich glaube jetzt antwortet er nicht mehr? Habe ich ev. eine falsche Frage gestellt?

P.H.

 Infos über Autokaufen im Internet finden Sie auch hier: http://www.sicherer-autokauf.de

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